• Saldo: Folgen der Energiekrise
    Mar 26 2026

    Seit dem Beginn des Krieges im Iran steigen die Gas- und Rohölpreise an den weltweiten Handelsbörsen massiv an. Das hat Folgen, die weit über die Preisanstiege an den Tankstellen hinausreichen. Da die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern noch immer sehr groß ist, wirken sich deren Kosten auf fast alle Wirtschafts- und Lebensbereiche aus - vom Heizen über die Stahl-, Papier-, Lebensmittel- und Futtermittelproduktion bis hin zu höheren Transportkosten.

    Die Regierung versucht durch Preisbremsen gegenzusteuern. Aber reicht das? Wie sehr ist unsere Wirtschaft bedroht? Ist die Versorgung gesichert? Zu welchem Preis?

    Darüber diskutieren:
    Walter Boltz, Energieexperte
    Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium (ÖVP)
    Sigrid Stagl, Umweltökonomin (WU Wien)
    Monika Köppl-Turyna, Wirtschaftsforscherin (EcoAustria)

    Diskussionsleitung: Christoph Danninger

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  • Budapest/Sofia/Zagreb - Drei Bürgermeister unter Druck
    Mar 25 2026

    In Ungarn, Kroatien, Bulgarien gibt es konservative oder rechtspopulistische Regierungen (in Bulgarien aktuell eine Übergangsregierung).
    In den jeweiligen Hauptstädten ist das anders: Budapest, Zagreb und Sofia haben oppositionelle Bürgermeister aus dem linksliberalen bis grünen Lager gewählt.
    Konflikte zwischen Hauptstadt und Regierung sind programmiert. Oft geht es ums Geld, weil zum Beispiel die Zentralregierung Zuschüsse für die Stadt kürzt. Darüberhinaus wird auch gerne die Justiz bemüht: So ist etwa der Budapester Bürgermeister angeklagt, weil er die sogenannte Prideparade in seiner Stadt gegen den Willen der Regierung durchgesetzt hat. Der Bürgermeister von Zagreb wiederum steht unter Beschuss, weil er den Auftritt eines rechten Rocksängers unterbinden wollte.

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  • Klartext: Arbeitsmarkt im Wandel
    Mar 24 2026

    Im Jahr 2050 werden in Österreich rund 120.000 Erwerbspersonen fehlen - mit massiven Folgen für den Arbeitsmarkt, vor denen unlängst AMS-Chef Johannes Kopf gewarnt hat. Hintergrund ist die demografische Entwicklung, unter anderem die niedrige Geburtenrate. Das Thema werde viel zu wenig ernst genommen, mahnt Kopf. Schon jetzt klagen Betriebe über einen Fachkräftemangel. Zugleich liegt Österreich bei der Teilzeitquote im europäischen Spitzenfeld. Wer soll also künftig die Arbeit machen? Welche Branchen sind besonders betroffen? Und wie groß sind die Umbrüche in der Arbeitswelt, die durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu erwarten sind?

    Darüber diskutieren:
    Julia Bock-Schappelwein, WIFO
    Johannes Kopf, AMS-Vorstand
    Manuela Vollmann, Geschäftsführerin ABZ*Austria

    Diskussionsleitung: Monika Feldner-Zimmermann

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  • Berlin und seine vielen Baustellen
    30 mins
  • Ärmelkanal: Flucht trotz hohen Risikos
    Mar 19 2026

    Nach wie vor versuchen zehntausende Menschen jedes Jahr von Nordfrankreich über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. In Städten wie Grande-Synthe oder Loon-Plage leben bis zu 1.500 Menschen in wilden Camps und warten dort auf die Chance auf eine Überfahrt. Etwa 41.000 haben es im vergangenen Jahr auf diesem Weg ins Vereinigte Königreich geschafft. Die französische Polizei hat jetzt ihre Einsatzdoktrin geändert: Sie darf die Boote nun auch noch im Wasser an der Überfahrt hindern – zuvor waren im Meer nur Rettungseinsätze der Behörden erlaubt.

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  • Altkleiderspenden: Second-Hand, Hilfe für Bedürftige oder doch nur Müll?
    Mar 18 2026

    Am Ende des Winters misten wieder viele ihre Kästen aus und werfen alte Kleider in einen der tausenden Sammelcontainer.
    Vergangenen Sommer hat allerdings ein Greenpeace-Bericht für Aufsehen gesorgt, wonach nur wenige Altkleider wirklich weiter getragen werden. Vieles lande stattdessen auf Müllbergen in Asien oder Afrika oder werde dort verbrannt. Jene, die über die Altkleidercontainer Spenden sammeln, also Hilfsorganisationen, Gemeinden und Privatbetriebe, versichern hingegen, die Sammlung sei nachhaltig. Aber es würde einfach zu viel billige Kleidung produziert und gekauft, Stichwort Fast Fashion. Anlässlich des Welt-Recycling-Tags am 18. März stellen wir die Frage: Was geschieht mit unseren Altkleiderspenden?
    (Der Bericht wurde im Dezember 2025 erstmals ausgestrahlt.)

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  • Kontaminiertes Erbe: Über den Umgang mit NS-belasteten Gebäuden
    Mar 17 2026

    Heute sind sie oft unauffällige Amtsgebäude wie Bezirksgerichte, Polizeistationen oder Büros von Ministerien, an denen man achtlos vorbeigeht. In der Zeit des Nationalsozialismus haben sie aber häufig eine zentrale Rolle gespielt. Menschen wurden in diesen Gebäuden gefangen gehalten, gefoltert oder aus ihnen vertrieben und in Konzentrationslager gebracht. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) lässt nun einen Teil ihrer Gebäude historisch aufarbeiten. Fast alle der vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung untersuchten Gebäude sind NS-kontaminiert. Die oft schreckliche Geschichte hinter den Fassaden soll nun öffentlich gemacht werden.
    Weitere NS-belastete Bauten stehen im Blickpunkt: In Braunau am Inn wird im Hitler-Geburtshaus bald eine Polizeistation eröffnet. Und wie soll mit dem „Hitler-Balkon“ am Wiener Heldenplatz umgegangen werden?

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  • Zwischen Tradition und Verkehrswende: Tram-Großmacht Tschechien
    Mar 16 2026

    Der Prager Nahverkehr gehört mit seiner Netzdichte und dem hohen Takt europaweit zu den Spitzenreitern. Bis heute bilden Straßenbahnen das Rückgrat des Netzes. Sie fahren über Kopfsteinpflastergassen bis in die hintersten Winkel der Stadt, sind eine beliebte Touristenattraktion – und für die Einheimischen so wichtig, dass ständig neue Straßenbahn-Kilometer gebaut werden. Selbst Franz Kafka hat in seiner Kurzgeschichte „Der Fahrgast“ die Tram in den Mittelpunkt gestellt. Aus Tschechien stammt ein in ganz Mittel- und Osteuropa verbreitetes Straßenbahnmodell, die Tatra-Reihe. Auch heute noch liefern tschechische Firmen neue Trams nach ganz Europa.
    Doch gleichzeitig ist Tschechien ein Autoland: Seit kurzem sitzen die „Motoristé sobe“, die Autofahrer-Partei, als Junior-Koalitionspartner im Kabinett von Ministerpräsident Andrej Babiš. Der Gedanke an eine Verkehrswende behagt längst nicht allen im Land.

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