Episodes

  • Episode 56 - Watt für später
    Mar 22 2026
    In dieser Episode tauchen wir tief in das Thema Energie ein – eine der grundlegendsten Größen der Physik und unseres Alltags. Doch was genau ist Energie eigentlich? Wir klären, wie Energie definiert wird und in welchen unterschiedlichen Formen sie vorkommt, von kinetischer und potenzieller Energie bis hin zu thermischer und elektrischer Energie. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Einheit der Energie: Das Joule. Was bedeutet ein Joule konkret, und wie lässt sich diese Einheit im Alltag greifbar machen? Ergänzend dazu betrachten wir das CGS-Einheitensystem und vergleichen es mit dem heute gebräuchlichen SI-System. Ein weiteres Highlight der Episode ist die Funktionsweise von Photovoltaikzellen: Wie wird Sonnenlicht in elektrische Energie umgewandelt? Wir erklären die physikalischen Grundlagen hinter dieser Schlüsseltechnologie der Energiewende verständlich und anschaulich. Zum Abschluss reisen wir in die Vergangenheit und schauen uns an, wie Energie früher gespeichert wurde – von mechanischen Speichern bis hin zu einfachen thermischen Methoden – und wie sich diese Ansätze bis heute weiterentwickelt haben.
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    57 mins
  • Episode 55 - Ganz großes Kino
    Mar 8 2026
    Alles beginnt im 17. Jahrhundert mit der Laterna Magica des Jesuiten Athanasius Kircher, einem faszinierenden Projektionsgerät, das Bilder auf Leinwände warf und die Menschen damals in Staunen versetzte – der erste Schritt in die Welt der bewegten Bilder. Im 19. Jahrhundert machte Hannibal Goodwin eine bahnbrechende Entdeckung: die Nitrozellulose-Filmrolle, ein flexibles und lichtempfindliches Material, das es ermöglichte, Bilder tatsächlich auf Film zu bannen. Kurz darauf erkannte Thomas Edison das Potenzial und erfand den 35-mm-Film; in seinem legendären Studio Black Maria führte er die allerersten Filmaufnahmen durch, und das Kino begann, Formen anzunehmen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten die Brüder Skladanowsky in Berlin das Bioskop, ein frühes Vorführsystem, das die Menschen in Deutschland begeisterte – bis der Cinematograph der Brüder Lumière die Technik revolutionierte und den Grundstein für das weltweite Kino legte. In dieser Episode erzählen wir euch, wie aus magischen Projektionen, chemischen Innovationen und technischer Raffinesse das moderne Kino entstand – und warum die Brüder Lumière heute als wahre Erfinder des Films gelten.
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    51 mins
  • Episode 54 - Operation Chrome Dome
    Feb 21 2026
    Im Januar 1961 zerbricht über dem Himmel von North Carolina ein amerikanischer Atombomber vom Typ B-52 Stratofortress – an Bord: zwei Wasserstoffbomben, jede mit der vielfachen Sprengkraft von Hiroshima. Was folgt, ist ein nuklearer Albtraum, der nur durch eine letzte, einzelne Sicherheitsschaltung verhindert wird. Beim Auseinanderbrechen der Maschine nahe Goldsboro stürzen beide Bomben zu Boden. Eine von ihnen durchläuft beinahe den kompletten Zündmechanismus – Fallschirm öffnet sich, interne Systeme aktivieren sich, mehrere Sicherheitsstufen werden überwunden. Nur ein einziger Schalter verhindert die Explosion. Ein einziger.
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    44 mins
  • Episode 53 - Der große Zamboni
    Feb 8 2026
    Bis heute stehen in Paramount in Kalifornien zwei ganz besondere Bauwerke.
    Anfang der 1920er Jahre eröffneten die Zamboni Brüder Frank und Lawrence dort einen Elektroladen, der ab 1927 auch eine Anlage zur Herstellung von Eisblöcken beherbergte.
    Nach und nach wurden Kühlschränke immer leistungsstärker und günstiger. 1939 verkauften sie das Geschäft und stellten die Eisblockproduktion ein.
    Die Zamboni Brüder mussten sich nach einer neuen Idee umsehen, wie sie aus ihrer Fähigkeit Eis herzustellen ein lukratives Geschäftsmodell aufbauen konnten. Nicht weit entfernt von ihrer Firma lassen sie eine Eisbahn aufbauen, die Platz für 800 Läufer bot. Ab 1947 tüftelte Frank Zamboni an einer Idee, wie man die Eisfläche ohne händischen Aufwand wieder aufbereiten kann.
    1949 war es soweit und Frank Zamboni präsentierte sein Modell A. Diese Eisaufbereitungsmaschine stellte den Urvater der bis heute gängigen Eisaufbereitungsmaschinen dar und revolutionierte die Aufbereitung von Eisflächen.
    Bis heute stehen sowohl die Eisbahn, als auch die Fabrik, in der heute immer noch Eisaufbereitungsmaschinen hergestellt werden in Paramount.
    Modell A --> https://zamboni.com/about/zamboni-archives/restorations/
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    54 mins
  • Episode 52 - Geplante Obsoleszenz
    Jan 25 2026
    Im Livermore Fire Department 6 hängt eine Glühlampe, welche seit 1901 beinahe ununterbrochen leuchtet. Dass es damals möglich war, eine Glühlampe mit einer solchen Lebensdauer zu produzieren war kein Zufall, sondern das Ergebnis Jahrelanger Forschung und damaliger Ingenieurskunst. Dass dies keine gute Situation für eine kapitalistisch getriebene Wirtschaft war, wurde von den Herstellern schnell erkannt.
    Aus diesem Grund trafen sich am Am 24. Dezember 1924 die führenden Glühlampenhersteller in Genf und bildeten das sogenannte Phoebus Kartell.
    In dieser Episode erzählen wir euch etwas über geplante Obsoleszenz. Wie Henry Ford zum Opfer der psychologischen Obsoleszenz wurde, wie DuPont ein perfektes Produkt durch werkstoffliche Obsoleszenz wirtschaftlicher machte und wie wir heutzutage bei vielen Produkten eine ökonomische Obsoleszenz beobachten können.

    Webcam der Glühlampe in der Fire Station 6: https://www.centennialbulb.org/photos.htm#anchor1234
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  • Episode 51 - Roadtrip mit Reaktor
    Jan 11 2026
    Wir springen in das Jahr 1973. Mitten im kalten Krieg überlegt sich die Sowjetunion, wie sie Energie an fern entlegene Orte bringen kann, ohne dort ein Kraftwerk zu errichten und ohne Leitungen dort hinlegen zu müssen.
    Als Grundkonzept für ihre Idee diente der Kampfpanzer T-10. Bei diesem wurden die Ketten verlängert und verbreitert. Auf das Chassis wurde eine Blockhüttenähnliche Konstruktion gesetzt. Insgesamt beinhaltete diese Gerät 4 Module und wurde TES-3 ( ТЭС-3 Транспортируемая Электростанция-3 ) genannt. Jedes Modul 10m lang und 4m breit auf einem umgebauten T-10 Chassis. Im ersten Modul befand sich der Kernreaktor. Im zweiten der Dampferzeuger und der Wärmetauscher. Im dritten befand sich eine Dampfturbine und Generator mit einer Leistung von 1,5MW. Im vierten Modul befand sich die Steuerzentrale. Dieses mobile Kraftwerk konnte mit 15km/h durch unwegsames Gelände oder alternativ über Gleise bewegt werden. Mehrere Jahre lieferte dieses mobile Kraftwerk ohne Zwischenfälle Energie bevor es nach Abschluss des Projektes zu den Thermalgeysiren auf Kamtschatka geschickt wurde. Seither ist sein verbleib unbekannt.
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  • Episode 50 - The Time Code
    Dec 31 2025
    Silvesternacht, Raclette, Diner for one und Spiele. Um 23:45 Uhr versammeln sich alle auf der Straße und zählen gemeinsam die letzten 10 Sekunden bis 00:00 Uhr runter. Aber wie kann es sein, dass alle Uhren um genau die selbe Sekunde auf 00:00 Uhr springen?
    Um dies zu ermöglichen wurde 1978 die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) mit der Verbreitung der gesetzlichen Zeit in Deutschland beauftragt . Der Kern besteht aus drei synchronisierten Atomuhren und einer Sendeeinrichtung. In Atomuhren wird die Resonanzfrequenz von Caesium 133 gemessen und damit die genaue länge einer Sekunde ermittelt.
    Aber wie kommt diese genaue Zeit, dann auf unsere Uhren?
    In Deutschland geschieht dies über das Funksignal DCF77. Dies wird von einer Funkstation in Mainflingen in der Nähe von Frankfurt am Main übertragen. In dieser Episode erzählen wir euch, wie eine Atomuhr funktioniert und wie diese generierte Zeit dann auf Funkuhren übertragen wird.


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  • Episode 49 - High Voltage Holidays
    Dec 24 2025
    Weihnachten 1896, Nikola Tesla schlendert durch die elektrisch beleuchteten Straßen von Buffalo. Der Strom für diese Straßenlaternen kommt aus dem 30km entfernten Edward Dean Adams Power Plant an den Niagara Fällen. In diesem Wasserkraftwerk transformieren seine entwickelten Generatoren Wasserkraft in elektrische Energie.
    Die Westinghouse Electric Corporation hatte 1893 bei der World´s Columbian Exposition schon gezeigt, wie man Strom über weite Strecken transportieren kann. Über 160.000 Glühlampen erleuchteten das gesamte Gelände und machten George Westinghouse und Nikola Tesla über Nacht berühmt. Nun versorgten 10 Generatoren mit jeweils 5.000PS die Statt Buffalo mit 36.000 kW aus dem Wasserkraftwerk an den Niagarafällen. Die Straßenbeleuchtung wurde elektrifiziert und die Haushalte bekamen mit Glühlampen beleuchtete Räume. Da man nun Tagsüber einen Energieüberschuss hatte, mussten sich findige Ingenieure etwas einfallen lassen. Und so kamen elektrische Schnellkocher, Herde, Backöfen, Bügeleisen, Eierkochen, Toaster und Heißwasserboiler auf den Markt. Auch wurden Bohrmaschinen, Drehbänke und Sägen in der Industrie mit Elektromotoren ausgestattet, um einen gleichmäßigen Stromverbrauch am Tage, so wie in der Nacht zu generieren.
    Aber bevor die elektrische Beleuchtung populär wurde, wurden Räume und Weihnachtsbäume mit Wachskerzen erhellt. Im Jahr 1882 kam der Vizepräsident der Edison Electric Light Company Edward Johnson auf die Idee, seinen Weihnachtsbaum, statt mit Kerzen, mit Glühlampen zu schmücken. Am 22. Dezember traf ein Techniker der Edison Electric Light Company in Johnsons Apartment in der 5th Avenue in Manhattan ein. 80, in blau, rot und weiß, handbemalte Glühlämpchens wurden einzeln um den Baum herum mit einem baumwollummantelten Kupferdraht verdrahtet. Um das ganze noch zu toppen, stellten sie den Baum auf ein rotierendes Podest. Die Menschen versammelten sich vor Johnsons Fenster und bestaunten dieses neumodische Wunderwerk der Weihnachtsdekoration.
    In den Folgejahren lud er in der Weihnachtszeit Journalisten zu sich nach Hause ein, um die elektrische Weihnachtsbaumbeleuchtung populärer zu machen.
    Vorgefertigte Lichterketten gab es zu dieser Zeit noch nicht. Und wer es sich leisten konnte, der bestellte sich in der Vorweihnachtszeit einen sogenannten Wireman zu sich nach Hause und ließ sich seinen Weihnachtsbaum mit einer elektrischen Lichterkette versehen. Wer zu dieser Zeit noch keinen elektrischen Anschluss zu Hause hatte, mussten diese Weihnachtsbaumbeleuchtung dann mit einem Generator betreiben.
    Seit den 1920er Jahren gibt es vorgefertigte Lichterketten der Firma Noma Electric. Heute können wir unsere LED Lichterketten via APP Steuern und in allen Farben leuchten und sogar zur Musik tanzen lassen.



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