• Aktienmarktstratege Manuel Schleifer: "Der Markt kann länger irrational bleiben als man selbst liquide"
    Mar 25 2026
    "Wenn es jetzt keine großen externen Schocks gibt, dann läuft das Momentum sehr gut weiter." Einzig die Energiekrise macht den Markt nervös, so Aktienmarktstratege Manuel Schleifer (Raiffeisen Bank International). "Manchmal ist es besser, nichts zu tun", denn "die gesamte Trump-Administration hat sich verpokert". "Niemand kann die Folgen für die Realwirtschaft abschätzen. Die Börsen sind Hardcore-Kapitalisten, die wollen einfach günstige Energie haben." Schleifer glaubt an die selbstheilenden Kräfte des Marktes und der Unternehmen, sieht aber ein Zeitproblem. "Das Ganze kann in sechs Monaten komplett ausgepreist sein, aber bis dahin könnte es schmerzhaft werden. Der Markt bleibt länger irrational als man selbst liquide. Diese Phase muss ich als Anleger (auch vor dem Hintergrund eines möglichen US-Insiderhandels) bestmöglich managen." Zum Thema KI erklärt der Aktienmarktstratege: "Man kann fast sagen, dass US-Big-Tech fast so ein bisschen den Charakter eines sicheren Hafens hat." Gleichwohl gibt es in diesem Sektor auch einige Verlierer.
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  • Fondsmanager Wolfgang Matejka: "Unser Verbündeter ist der Kapitalmarkt"
    Mar 24 2026
    In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, Krisen und Kriege setzen Anleger auf die Achse der Börse: "Unser Verbündeter ist der Kapitalmarkt an sich." Nur Iran kann den Konflikt beenden, an eine Palastrevolution glaubt Fondsmanager Wolfgang Matejka nicht. Die Verbraucher leiden indessen unter den hohen Preisen für Öl, Gas, Benzin und Strom. Deshalb betont Matejka die Sensibilität der Märkte und die Notwendigkeit strategischer Investitionen in Erneuerbare Energien, auch wenn er das Abschalten der Kernkraftwerke in Deutschland als "blödsinnig" bezeichnet. Die Staatsverschuldung steigt, insbesondere in den USA. "Mehr als 10 Billionen US-Dollar müssen heuer refinanziert werden, und das wird die Fed alleine nicht stemmen können." Darüber hinaus warnt Matejka vor einem "Glaubwürdigkeitsverlust" im Finanzuniversum.
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  • In die Märkte, fertig, los! Manuel Kurz: "Die Wiener Börse bietet die Zuverlässigkeit, die alle Anleger suchen"
    Mar 18 2026
    "Ein Börsengeschäft kommt dann zustande, wenn Angebot und Nachfrage sich treffen." So erklärt es Manuel Kurz von der Wiener Börse auf dem Börsentag. Im Interview erklärt er die Rolle von Geduld und kühlem Kopf sowie verschiedene Ordertypen wie Market und Limit Orders. Darüber hinaus geht er auf die Begriffe Stopp-Orders und Orderbuch ein. Den Börsenplatz Wien beschreibt er als "transparent" und "sicher": "Alle Anleger suchen Zuverlässigkeit, und die Wiener Börse bietet diese." Anfängern rät er vor dem Start zur Finanzbildung. "Und man sollte nie auf den perfekten Aus- oder Einstiegszeitpunkt warten, sondern laufend und langfristig investieren."
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  • Endstation Darknet? Cybercrime-Experte Philipp Genduth: "Die beste Munition der Betrüger ist das Schweigen der Opfer"
    Mar 17 2026
    Anlagebetrug und Cyperkriminalität: Endstation Darknet. "Besser stets dem Bauchgefühl vertrauen. Auch die Finanzbildung schützt vor den Schleppnetzen der Internet-Betrüger." Philipp Genduth ist Polizist und Mitgründer von finanzenverstehen.at. Die Gier trifft nicht selten auf Gefahr. Oft sind auf diversen Fake-Plattformen am Ende nicht nur die investierten Gelder futsch, sondern auch die Daten, die man preisgegeben hat. Genduth vermutet unter den Opfern eine hohe Dunkelziffer, da die Scham überwiegt. Vieles wird nicht zur Anzeige gebracht. Das Schweigen sei jedoch die "beste Munition der Betrüger", warnt er. "Ich selbst bin 2013 auch einmal auf einen Krypto-Scam reingefallen", so Genduth im Rahmen des Wiener Börsentags.
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  • Gute Zeiten - coole Zeiten - UNIQA CEO Brandstetter meldet starkes Jahr 2025
    Mar 13 2026
    Gute Zeiten - coole Zeiten bei UNIQA. CEO Andreas Brandstetter meldet starke Zahlen für 2025. Prämien plus 8 %, Gewinn plus 22 %, Dividende rauf auf 72 Cent. Das Kerngeschäft läuft profitabel wie nie. Gleichzeitig investiert der Versicherer massiv in Digitalisierung, KI und Gesundheitsangebote. Trotz geopolitischer Krisen bleibt Brandstetter optimistisch und sieht gerade jetzt Chancen für Versicherer.
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  • ... und immer steigt die Dividende - VIG-CFO Hirner: Rekordergebnis über 1 Mrd. Euro
    Mar 12 2026
    Rekordjahr für die Vienna Insurance Group: Zum ersten Mal über 1 Mrd. Euro Ergebnis vor Steuern. CFO und CRO Liane Hirner erklärt die Treiber hinter dem starken Wachstum. Bessere technische Ergebnisse, höhere Kapitalerträge und geringere Unwetterschäden stärken den Konzern. Dazu kommt eine strategische Expansion: Die Übernahme der Nürnberger Versicherung soll die Position im deutschen Markt ausbauen. Gleichzeitig bleibt die VIG konservativ aufgestellt - ohne Exposure im Iran und mit Fokus auf stabile Kapitalanlagen.
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  • Vom Couponschneider zum ETF-Sparer: Österreich entdeckt die Aktie
    Mar 12 2026
    Mehr ETF als Erbtante: Wie Österreich langsam Börse lernt! Österreich tastet sich an den Kapitalmarkt heran - und zwar spürbar. Im Aktienbarometer 2026 zeigt Markt- und Meinungsforscher Dr. Peter Hajek: Der Wertpapierbesitz ist seit 2022 signifikant von 25 auf 31 % gestiegen. Ein Kulturwandel also, aber keiner für alle gleichermaßen. Männer investieren häufiger als Frauen, Besserverdienende häufiger als Menschen mit geringerem Einkommen, Akademiker häufiger als Pflichtschulabsolventen. Treiber ist weniger plötzliches Finanzgenie als die Erkenntnis, dass das Sparbuch real oft keine Vermögenshilfe mehr ist. Besonders gefragt: Fonds und ETFs als einfacher Einstieg. Die größte Bremse ist laut Hajek nicht nur fehlendes Wissen, sondern vor allem geringe Risikobereitschaft. Gleichzeitig wächst ein neues Motiv: Vorsorge. Oder, wie Hajek sinngemäß sagt: Die Pensionsfrage könnte zum Türöffner einer neuen Aktienkultur in Österreich werden. Das Aktienbarometer - eine jährliche Umfrage im Auftrag der Industriellenvereinigung, des Aktienforums und der Wiener Börse.
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  • Angstszenario "Hormus" - "Versorgungssicherheit und Wirtschaftswachstum vor Ideologie"
    Mar 11 2026
    Was passiert, wenn die Straße von Hormuz wirklich länger gesperrt bleibt? Kapitalmarktprofi Gregor Rosinger warnt vor massiven Folgen für Industrie, Lieferketten und Energiepreise. 20 % des weltweiten Ölhandels laufen durch dieses Nadelöhr. Fällt dieser Strom länger aus, drohen Produktionsstopps – zuerst in Asien, später auch in Europa. Rosinger fordert mehr Resilienz: eigene Energiequellen, neue Technologien und mehr Investitionen in Sicherheit.
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    20 mins